Hinzurechnung von Schenkungen an nicht pflichtteilsberechtigte Personen

Schenkungen, die eine nicht pflichtteilsberechtigte Person vom Verstorbenen erhalten hat, sind nur auf Verlangen eines Pflichtteilsberechtigten der Verlassenschaft hinzuzurechnen. Dies gilt aber nur für Schenkungen, die innerhalb von zwei Jahren vor dem Tod des Verstorbenen gemacht wurden. Die zweijährige Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem die Schenkung wirklich gemacht wurde. Dies ist der Fall, wenn der Verstorbene die Zuwendung endgültig erbracht hat. Liegt die Schenkung mehr als zwei Jahre zurück, ist sie nicht zu berücksichtigen.


Beispiel:

Der Verstorbene schenkt mehr als zwei Jahre vor seinem Tod seiner Lebensgefährtin den Großteil seines Vermögens.
Da es sich um eine Schenkung an eine nicht pflichtteilsberechtigte Person handelt, ist für die Hinzurechnung die Zweijahresfrist ausschlaggebend. Im vorliegenden Fall wurde die Schenkung mehr als zwei Jahre vor dem Tod des Verstorbenen gemacht. Hat der Verstorbene z.B. eine Tochter, kann diese keine Hinzurechnung der Schenkung verlangen! Die Schenkung an die Lebensgefährtin ist daher bei der Berechnung des Pflichtteils der Tochter nicht zu berücksichtigen.

Was uns freut...

Wir halten viele Seminare und Informationsveranstaltungen ab. Kürzlich haben wir wieder eine sehr positive Rückmeldung dazu erhlaten, die uns viel Motivation gibt:

"Gestern, am Mittwoch dem 6.2.2019, besuchte ich den Vortrag „Das neue Testament“. Die Vortragenden waren der Notar Herr Mag. Klaus Schöffmann und Frau Dr. Bettina Piber. Nun, ich kann mir vorstellen, dass Sie interessiert sind, wie dieses Thema von den Senioren angenommen wurde.

Daher möchte ich Ihnen mitteilen: Meine Partnerin und ich waren von dem Vortrag sehr begeistert, inhaltlich und auch die Art und Weise, wie uns dieses Thema näher gebracht wurde - locker, humorvoll und trotzdem sehr informativ.

Mit freundlichen Grüßen

E.S."

Danke!


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Bevor Sie ein Testament errichten sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wen möchte ich nach meinem Tod berücksichtigen?
  • Möchte ich schon vorab Dinge weitergeben? Beispielsweise ein Haus, eine Wohnung?
  • Wie sind meine Familienverhältnisse?
  • Möchte ich einzelne Gegenstände an jemand Bestimmten weiter geben?

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Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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